Eine Fahrt ins Grüne — Wörlitzer Park 1998




Treffpunkt 8.30 Uhr und Abfahrt des behindertengerechten Busses ein wenig später. Erwartungsvoll steigen, bzw. fahren, 35 Menschen in den großen schönen Bus. Sieben davon werden samt Faltrollstuhl mit Lift in den Bus gehievt. Toll, wie schnell und geschickt das Jörg, der Fahrer vollbringt. Pünktlich geht es los, Ziel ist der Wörlitzer Park. Nach vielen grau verhangenen und kalten Tagen ist gerade heute der Himmel verheißungsvoll buntwolkig. Der Weg durch Berlin ist Alltag für uns, aber er wird neu und spannend durch interessante Tipps und kleine Anekdoten der Reiseleiterin Gisela.

Wie schön, vor der Stadt das satte Grün der Wiesen, Büsche und Bäume im Spätsommer zu erleben. Wir genießen es, endlich mal die vielen Häuser hinter uns zu lassen und die Weite der Mark Brandenburg zu erleben. Als es dann bei der Ankunft in Wörlitz doch wieder grau ist und in Strömen gießt, freuen wir uns über das köstliche Mahl, das wir in behaglicher Atmosphäre genießen dürfen.

Wie verabredet, schließt der Himmel seine Schleusen, als wir die Gaststätte satt und zufrieden verlassen. Park und Schloss begeistern uns bei dem wechselnden Spiel von Wolken und Sonne. Wir freuen uns, das alles erleben zu dürfen.

Der Ausflug scheint recht gut geplant zu sein; kaum sind wir wieder im Bus verfrachtet, schütten schwere Wolken ihren Inhalt über uns aus. Und dann ist es so richtig gemütlich, das Prasseln dicker Regentropfen auf den Busscheiben wie ein Trommelfeuer erlebend, glücklich in Richtung Heimat zu fahren.

Es war ein wunderschöner Tag, stellen wir gemeinsam fest, als wir uns am späten Nachmittag voneinander verabschieden. Unser herzlichster Dank gilt den treuen Helfern aus der „Amalie”, die unsere Rollstühle geschoben und alles so gut vorbereitet haben. Und der besondere Dank gilt denen, die uns so schöne Erlebnisse ermöglicht haben — wir waren nämlich mit unseren MS-Gruppen Pankow und Prenzlauer Berg zu dieser besonderen Fahrt eingeladen — einfach so!


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