Trotzdem-Erfahrungen am Infostand




Der Wasserschwall, den Diethard von der Plane des Info-Standes schubst, ist gleichbleibend nass und groß, viele . ..zig Liter kommen da herunter gestürzt, wenn mit einem Stock unser „Dach” angehoben wird. Und der Regen strömt noch immer.

Unterm Magistratsschirm (unter dem Dach der U-Bahngleise) in der Schönhauser Allee bekommt der Eckstand, den wir als MS-Gruppe haben, aber nicht nur Wasser von oben. Alle paar Minuten, wenn eine Straßenbahn hinter uns vorüber fährt, spritzt es meterhoch aus dem überschwemmten Gleisbett. Wir sind alle klitschnass, aber nicht mißgestimmt. Der Gesundheitstag Prenzlauer Berg ist Anlass für unseren Stand im Juni. Allerdings hatten wir uns Sonne gewünscht.

Die Menschen hasten mit Schirm und nassen Füßen zur U-Bahn, meist an allen 34 Ständen vorüber, an denen es unterschiedliche Angebote gibt. Nur unsere winterharten Pflanzen freuen sich über die Nässe, sie strotzen vor Gesundheit. Auch einzelne Leute freuen sich, dass sie an unserem Stand nicht nur MS-Informationen erhalten, sondern auch für ihren Garten etwas Nützliches mitnehmen können.

Ein wenig mehr von dem Sinn dieses so verregneten Info-Standes erfahren wir erst, als uns Angehörige von MS-Betroffenen aufsuchen, um sich sachkundig zu machen. Positiv, dass wir als Gruppe einen Tag lang Kontakte knüpfen konnten zu anderen Standbetreuern, zum Beispiel zu Krankenkassen, Ämtern und dergleichen.

Trotz ungünstigster äußerer Verhältnisse haben wir einen Aktionstag erlebt und uns nicht die Stimmung verderben lassen. Zum Glück ist niemand von uns krank geworden, trotz Dauerregens. Seit einigen Jahren werden wir regelmäßig in die bezirklichen Vorbereitungen des Gesundheitstages mit einbezogen und wir planen, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein — trotzdem!


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